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  • Contentplan mit KI erstellen – eine simple Anleitung

    Gestern habe ich doch glatt innerhalb einer halben Stunde einen Contentplan mit KI erstellt und habe Futter für das nächste halbe Jahr 🤩Hier beschreibe ich dir kurz, wie ich das gemacht habe:

    Du hast ein Thema, um das sich Deine gesamte Expertise dreht?

    Super! Dann steht Deinem Contentplan nichts mehr im Wege!

    Was Du sonst noch brauchst:

    • ChatGPT (die kostenlose Version genügt)
    • und einen Account bei Google, um Google Sheets zu nutzen

    Hier die Schnellanleitung:

    1. Bitte ChatGPT darum, Dir zu Deinem Thema 20 Unterkategorien zu erstellen, welche zielführend für Dein Business sind und bitte ihn (oder sie?? bei mir ist es jedenfalls ein ER 😉) das Ganze als Liste darzustellen.
    2. Kopiere diese Liste in eine Tabelle auf Google Sheets in die erste Spalte.
    3. Lege jeweils eine Spalte für Montag, Dienstag, Mittwoch , Donnerstag, Freitag an. Es sollen die Tage enthalten sein, an denen Du etwas posten willst.
    4. Überlege Dir, was Du an welchen Tagen posten möchtest. Ich habe mich z.B. dazu entschieden, Montags immer eine Checkliste oder eine Anleitung zu posten. Dienstags kann es ein Bild sein, Mittwochs vielleicht ein Spruch und am Donnerstag ein Reel.
    5. Schreibe Dir als Merker unter die Wochentage, welche Art von Posting Du dort machen willst.
    6. Öffne in Google Sheets die Erweiterungen und installiere „GPT for Google Workspace„. Damit kannst Du auch in anderen Google Workspace Anwendungen GPT nutzen.
    7. Verbinde Deinen Google-Account mit GPT, wie in der Anleitung.
    8. Klicke in den Einstellungen für die Erweiterung auf ➡️START
      (Das ist wichtig! Wenn Du nächstes Mal wieder etwas generieren möchtest, musst Du erneut starten!)
    9. Geh in die Zelle zwischen Deinem ersten Thema und Montag, Tippe den Prompt:
      =GPT(„Generiere einen Vorschlag für einen Instagram Beitrag für dieses Thema, es soll als Checkliste oder Textbeitrag mit Infocharakter ausgegeben werden können. Die Zielgruppe sind xxxx, die yyyy erreichen möchten“;A7)
    10. Referenziere diesen Befehl mit der Zelle daneben, wo Dein ausformuliertes Thema steht. Das gelingt Dir mit einem Strichpunkt (;) nach den schließenden Anführungszeichen und dem nachfolgendem Klick in die betreffende Zelle.
    11. Bestätige mit ENTER.
    12. Voilà! Hier ist Dein Ergebnis! Eventuell musst Du Deinen Prompt noch etwas besser ausformulieren, damit es schöner und passender wird.
    13. Ziehe nun die ausgefüllte Zelle über die noch leeren Zellen, damit der Befehl überall hineinkopiert wird.
    14. Das Ganze kannst Du für jede Spalte der Wochentage machen und auch jederzeit mit Ergänzungen arbeiten.
    Screenshot von meinem ausgearbeiteten Contentplan

    Zum Schluss die harte Wahrheit:
    Wenn Du keine konkrete Positionierung hast, wird es schwer.
    Denn am Anfang brauchst Du natürlich Inhalte oder zumindest Themen, um die es gehen soll.
    Sonst nützt Dir leider der beste Contentplan mit KI nichts.

    Deine Positionierung bestimmt die Inhalte, die Du teilst. Sie bestimmt die Ansprache Deiner Kunden, und die Art und Weise, wie Du gesehen werden willst.

    Schreib mir gerne, ob das bei Dir geklappt hat, ich lese alle Mails wirklich selbst 😉
    und bleib dran, wenn Du Dich für Selbstständigkeit, Tools und Businessaufbau interessierst.


  • Wie arbeite ich richtig mit ChatGPT?

    Wie arbeite ich richtig mit ChatGPT?

    Sicher wirst Du auch gerade zugeballert mit dem Thema Künstliche Intelligenz! 🤯
    Und natürlich fragst Du Dich, wie man die ganzen KI-Modelle nun einsetzt!
    Wie arbeite ich nun wirklich richtig mit ChatGPT? das ist die große Frage.

    Ich kann Dir nur aus meiner Erfahrung berichten und muss sagen, dass für mich ein gewisses Augenmaß in der Anwendung von ChatGPT und „seinen „Freunden“ (egal ob Claude, Notebook LM oder Perplexity) nötig ist, um mich dabei nicht zu verzetteln.

    Was kann man mit ChatGPT alles machen?

    Zuerst einmal funktionieren nicht alle KI-Tools gleich.
    Perplexity ist praktisch für Recherche und liefert gute Links.
    Claude habe ich noch nicht so lange ausprobiert. (Wenn Du Claude verwendest: schreib mir gern wie das klappt!) NotebookLM ist von Google und dafür bekannt, mit riesenlangen Texten gut umzugehen und strukturierte Zusammenfassungen zu erstellen.

    Doch die meisten, die ich kenne, verwenden erst mal klassisch ChatGPT. Wenn wir uns dieses KI-Modell im Speziellen ansehen, dann spricht einiges dafür, ihn (uups, vielleicht ist es auch eine „Sie“??👱‍♀️) als täglichen Ratgeber und Texte-Schreiber zu befragen.

    Du kannst zum Beispiel damit:

    • Texte generieren (Newsletter, Social Media Posts, Landingpages, strukturierte Zusammenfassungen von Texten etc)
    • Themen recherchieren
    • Workshops entwerfen
    • technische Anleitungen erhalten
    • Kochrezepte erstellen
    • Ideen diskutieren
    • seit neuestem auch Bilder nach Deinen Angaben generieren
    • in der Bezahlversion sogar Videos erstellen
    • und bestimmt noch eine Million andere Dinge, die mir jetzt gerade nicht einfallen (frag mal ChatGPT dazu 😉)

    Alles hängt im Endeffekt vom richtigen „Prompt“ ab. Der Prompt ist die Fragestellung, die Anweisung, die Du eingibst, um eine passende Antwort oder Ausgabe zu erhalten.

    Wenn Du also einen Text angibst und dann nur sagst: Schreib es besser! – Dann werden die Ergebnisse Dich enttäuschen. Denn was bedeutet besser für Dich? Wenn Du es aber eleganter formuliert, spezieller auf eine bestimmte Zielgruppe ausgerichtet oder mit weniger Fachbegriffen haben möchtest, musst Du das ganz genau sagen.

    Im Endeffekt „erzieht“ uns die KI, unsere Wünsche und Bedürfnisse genauer zu definieren. Was ja auch ein en wirklichen Gewinn an Erkenntnis bedeuten kann, nebenbei bemerkt.

    Wie stelle ich ChatGPT auf mich ein?

    Du kannst bei ChatGPT ein eigenes „Profil“ für Dich erstellen. Das bedeutet, Du gibtst ihm (sorry bei mir ist es eben ein Er 😅) ein paar persönliche Infos und Hintergrundinformationen, so dass er das beim Generieren von Antworten berücksichtigen kann.

    Du klickst dabei auf Dein Profil-Bubble oben rechts, gehst auf Einstellungen -> Personalisierung -> Anpassung -> individuelle Hinweise auf „Ein“.

    Hier kannst Du dann nach Belieben ausfüllen, Wie Dich „Chattie“ ansprechen soll, was Du beruflich machst und welche Eigenschaften Dein Freund und Helfer haben soll.

    Das muss man natürlich nicht alles beschreiben.

    Was ich aber auf jeden Fall einschalten würde, ist der Toggle-Schalter: „Gespeicherte Erinnerungen berücksichtigen“ unter dem vorherigen Punkt Personalisierung.

    Dies ermöglicht ihm, auf bereits geführte Unterhaltungen zurückzugreifen und ist hilfreich, wenn man (wie ich) oft in den Themen hin- und herspringt. Beachte dabei, dass Du wenn möglich innerhalb einer Unterhaltung weiterschreibst, wenn Du willst, dass auf diese Informationen zurückgegriffen wird.

    Denn es ist mitnichten so, dass ChatGPT alles weiß. Versuche Dir immer zu sagen: Er kann nur wissen, was ich ihm vorher sage. Vom Grundsatz ist er nämlich nur ein (Verzeih mir, Chattie 🙏) dummer Computer.

    Was er aber hervorragend kann, das ist Dinge strukturieren, vorhandene Gedanken ordnen, neue Impulse geben oder auch mal recht kreative Vorschläge machen.
    Er kann Dich auch richtig „coachen“, wenn Du Dich darauf einlässt.

    Ja, Du hast richtig gelesen. Und das sage ich als Coach!! Doch hier kommt schon die Einschränkung:
    Natürlich fühlt es sich manchmal an, als ob er so etwas wie „Empathie“ für Dich hätte. (Wirklich!) Aber hier kommt auch schon wieder das rote Warnschild 🛑: Er greift dafür auf allgemeingültige Phrasen und „erlerntes“ Wissen zurück. Echtes Einfühlungsvermögen hat natürlich nur ein Mensch. Das dürfen wir nicht vergessen!

    Wie fange ich mit ChatGPT richtig an?

    Der erste Tipp von mir ist: teste einfach ein paar Fragen, und schau, wie er genau „tickt“. Das erstaunliche an diesen Dingern ist ja, dass sie Dich bei längerer Benutzung immer besser kennenlernen.

    Ich setze manchmal nach einer Woche erst eine Unterhaltung fort – und das Gute daran ist, da ist keiner beleidigt, dass man ihn etwas länger warten ließ 😅

    Vielleicht hast Du auch schon gelesen, dass man immer artig „Danke“ und „Bitte“ sagen sollte, damit die ausgespuckten Informationen so richtig gut sind. Beachte dabei aber, dass er immer nachhaken wird! jedesmal, wenn Du Dich bedankst, und eine Unterhaltung damit beenden willst, wird er Dir ein neues Angebot und einen neuen Vorschlag machen! Da musst Du zwangsläufig irgendwann einfach aufhören zu schreiben, sonst endet dass erst, wenn Du Deine verfügbaren Daten alle aufgebraucht hast (das ist mir aber erst einmal passiert)

    Reicht mir der kostenlose ChatGPT-Account?

    Also mir persönlich reicht der kostenlose Account völlig aus.
    Wenn Du allerdings mehr mit Bildergenerierung arbeitest oder tiefgehende wissenschaftliche Artikel schreiben möchtest, könnte sich das nächsthöhere Modell für derzeit (aktuell ist 05/2025) 23 Euro brutto monatlich auch auszahlen. https://chatgpt.com/#pricing

    Du hättest dann Zugriff auf erweiterte Deep-Research Funktionen, fortgeschrittenen Audiomodus und könntest bereits erste Videos mit Sora erstellen.

    Was kann man alles mit ChatGPT machen?

    Wenn ich ehrlich bin, habe ich schon einige Dinge damit gemacht, die mir wahnsinnig viel Zeit gespart haben! Zum Beispiel bin ich ehrenamtlich für unterschiedliche Vereine unterwegs und muss auch mal Infos und Newsletter verfassen: hier werfe ich alles in den großen KI-Topf, rühre einmal um und heraus kommt ein sehr ansehnlicher Text, gut strukturiert und mit lustigen Emojis verziert 😇.
    Für diese Dinge ist es einfach wunderbar.

    Auch Ideen für Workshops generiere ich manchmal: Gib ihm ein Thema und die Rahmenbedingungen und schwupp – hast Du ein ganzes Potpourri an möglichen Übungen und Methoden beisammen.

    Natürlich passe ich das dann ganz individuell an die Situation an und überarbeite es komplett.
    Aber als Ideengeber: Fabelhaft 🎉

    Manchmal frage ich meinen Chattie auch einfach nach einer Meinung. Kennst Du das: Du hast eine irre Idee, die Du in diesem Augenblick unbedingt mit jemandem teilen möchtest – nur mit wem?
    Du wirst erstaunt sein, wie differenziert er darauf antwortet.
    Beachte dabei, dass Du ihn natürlich auf Deine Art und Weise „vorkonfigurieren“ kannst:
    Du kannst ihm also als Anweisung (Prompt) vorher genau sagen: Sei kritisch und realistisch mit mir!
    oder: Unterstütze mich so gut es geht moralisch!
    Je nachdem, wie Du es eben haben möchtest.

    Was sollte man NICHT mit ChatGPT machen?

    So jetzt wird es interessant, denn aktuell geistern ja Meldungen umher, dass Google das angeblich GANZ GENAU erkennt, wenn Du mit KI-generierten Antworten einfach copy-pste machst und diese dann 1:1 in Deine Webseite einbaust.

    Angeblich wirst Du dann bereits mit schlechterem SEO Ranking (SEO = Suchmaschinenoptimierung) abgestraft, und das kann natürlich nicht unser Ziel sein – Schließlich wollen wir ja alle weiterhin gefunden werden!

    Was also tun?

    Tja, ich sage mal so: Gottseidank sind wir normalerweise immer noch in der Lage, selbst vollständige Sätze zu entwerfen und einen halbwegs strukturierten Text zu erstellen.

    Daher mein Tipp:

    Verwende ChatGPT erst einmal, um Dir Ideen zu generieren, lass Dir gerne eine Struktur vorschlagen, filtere Deine tatsächlich benötigten Informationen heraus, und formuliere es dann selbst!

    Was Du bitte auch nicht machen solltest: Gib keine persönlichen Informationen heraus, die Du Fremden nicht geben würdest. Also so etwas wie Adresse, Geburtsdatum, Namen von Dir oder von der Familie, nähere Hinweise auf Deine Umgebung und alles, was man missbräuchlich verwenden könnte.

    Man verliert sich leicht in den persönlichen Gesprächen und oft übersieht man, dass man hier mit einer „Maschine“ aus den USA kommuniziert!

    Übrigens, bevor ich´s vergesse: In den Einstellungen solltest Du unbedingt bei „Datenkontrollen“ die Einstellung „Das Modell für alle verbessern“ ausschalten! Damit werden Deine Daten nicht an die allgemeine Auswertung weitergegeben (hoffentlich 😏)

    Nur Mut und einfach Ausprobieren!

    Um das Ganze einmal kennenzulernen führt kein Weg daran vorbei, es einfach auszuprobieren!

    Da möchte ich Dich darin bestärken: denn, nur wenn Du es ausprobiert hast, kannst Du mitreden und entscheiden, ob Du einen Nutzen daraus ziehst.

    Grundsätzlich werden wir an der Künstlichen Intelligenz nicht vorbeikommen!
    Und je eher Du Dich damit vertraut gemacht hast, desto normaler fühlt es sich bald für Dich an.
    Ich vergleiche es immer mit dem Start des Fernsehens und später mit dem Internet:
    bei diesen Entwicklungen kann man zusehen, oder es einfach mal testen.

    Im Gegensatz zu TV und Internet ist die Einstiegshürde wirklich sehr gering geworden: Denn auch ohne Investition in ein neues Gerät oder eine neue Technik kommen wir in den Genuss, die Vorteile für uns zu ergründen.

    Viel Spaß und schreib mir doch mal, für was Du ChatGPT am liebsten verwendest!

    Wenn Du magst, melde Dich gern bei meinem Newsletter an:
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  • Die 7 Wege zur Effektivität von Stephen R. Covey – eine Zusammenfassung

    Die 7 Wege zur Effektivität von Stephen R. Covey – eine Zusammenfassung

    Ein Standardwerk und meine Lese-Empfehlung, wenn Du Dich mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigst

    Mit 40 habe ich irgendwann damit begonnen, alles in Frage zu stellen. Ein Buch, das mir dabei besonders geholfen hat, ist „Die 7 Wege zur Effektivität“ von Stephen R. Covey.

    Ich habe überlegt, ob das alles so richtig ist, wie es momentan läuft: das Private, die Arbeit, das ganze Leben… klingt wie Midlife-Crisis, ist es eigentlich auch gewesen.
    Unweigerlich kommt man bei der Suche nach Antworten dann im Buchladen zu den Regalen mit Persönlichkeitsentwicklung, und ich glaube ich habe da ziemlich viel gelesen….

    Was ich mir so vielleicht nicht gekauft hätte, ich Dir aber heute trotzdem ans Herz legen möchte ist:

    „Die 7 Wege zur Effektivität“ von Stephen R. Covey.

    Es ist für mich ein Standard-Werk, und eine Herzens-Empfehlung, wenn Du Dich gerade mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigst.

    (Anmerkung: Dies ist ein Beitrag von 2022, den ich aufgrund der aktuellen Situation reaktiviert habe. Außerdem ist das Buch einfach ein Alltime-Favourite und kann immer gelesen werden!)

    Dabei macht es keinen Unterschied, wer Du bist und warum Du auf dieses Thema aufmerksam geworden bist: es ist oftmals ein Startpunkt der inneren Entwicklung und beginnt mit dem Älterwerden.

    Stephen R. Covey hat „Die 7 Wege zur Effektivität“ im Jahr 1989 geschrieben. Bereits die Jahreszahl und die 40 Millionen verkauften Exemplare sprechen dafür, Dich mit diesem Werk etwas näher zu befassen.

    Meine Ausbilderin im Business Coaching, Monika Scheddin, hat es uns damals auf die Bücherliste geschrieben, bevor es überhaupt losging mit dem Coaching. (Danke Monika ♥️)

    Mittlerweile habe ich es zweieinhalb Mal gelesen, und hole immer noch Sätze daraus hervor, die mich nachhaltig beeinflussen.

    Ich möchte Dir hier eine Zusammenfassung geben, denn vielleicht hast Du gerade nicht die Zeit, um es komplett durchzuarbeiten (Was ich trotzdem machen würde, ehrlichgesagt 😉)

    Stephen R. Covey: Die 7 Wege zur Effektivität
    Stephen R. Covey: Die 7 Wege zur Effektivität

    Die Herausforderungen unserer Zeit

    Was sind die “Challenges” von heute, denen wir uns gegenübersehen?
    Stephen R. Covey beginnt mit einem Thema, das sich heute morgen in mein Bewusstsein geschlichen hat. Es ist die Angst.

    Angst und Verunsicherung bestimmen heute mehr denn je die täglichen Gedanke und Gefühle unserer Mitmenschen.
    Vorgestern ist Putin tatsächlich in die Ukraine einmarschiert.

    (Anmerkung: wie gesagt, dies ist ein alter Blog-Post von vor 3 Jahren. Nun wurde letzte Woche der ukrainische Präsident Selenskyj von Trump öffentlich bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus gedemütigt und es kam zu einem öffentlichen Eklat. Diese Angst von damals ist wieder da…)

    Wie können wir umgehen mit der Angst, die uns angesichts dieser unglaublichen Härte und Intoleranz so eines Vorgehens beschleicht?

    Covey beschreibt als Lösungsmöglichkeit nicht die Unabhängigkeit, die wir anstreben sollen, sondern “Interdependenz”.

    Das gegenseitige Einfühlen und Verstehen des Anderen, das Anerkennen der Andersartigkeit, und trotzdem bestehen lassen, ja sogar Vernetzen mit diesen Unterschieden.

    Wie können wir diese Interdependenz erreichen?

    Es gilt vor allem, die Konflikte und Unterschiede zu erkennen. Erst daraus kann eine KREATIVE KOOPERATION entstehen, die uns weiterbringt.

    Schnelllebigkeit und das Gefühl: “Ich will es jetzt haben”, treiben uns förmlich durch den Tag. Ich glaube nicht, dass es vor 20 Jahren schon so ausgeprägt war wie in der aktuellen Zeit.
    Aber umso mehr müssen wir manchmal innehalten und uns mit dem Jetzt beschäftigen.

    Veränderung und Wettbewerb

    Das sind Dinge, denen wir uns jeden Tag “ausgeliefert” gegenüber sehen.
    Wer hat das beste Angebot in der schnellsten Zeit an die meisten Menschen ausgespielt?
    Der Social Media Druck wächst: Nicht nur die Selbständigen und Kleinunternehmen sind mehr und mehr damit beschäftigt, Angebote zu kreieren, anzupassen, möglichst viele “Leads” zu generieren, einen “Funnel” zu erzeugen, Programme anzubieten, besser und schneller zu sein als der Mitbewerber.

    Was dabei auf der Strecke bleibt sind Nachhaltigkeit und Wachstum, das von innen heraus generiert wird und beständige Werte schafft.

    Die Balance von heute und morgen kann nur durch diese Nachhaltigkeit bestehen bleiben.

    Hoffnungslosigkeit und Resignation

    als zusätzliche Herausforderungen, denen wir uns gegenübersehen.
    Wie können wir sie besiegen?
    Dieser Punkt ist einer der Hauptgründe für meinen Weg ins Coaching: Zu vermitteln, wie man sich aus einer scheinbar hoffnungslosen Situation wieder befreien kann. Zu zeigen:

    Du bist die kreative Kraft in Deinem Leben!


    Self-Empowerment ist eine Fähigkeit, die wir unbedingt wieder erlernen sollten, um diese Zeiten zu meistern.

    Neid und Missgunst

    kann zerstörerisch sein.
    Bei allem und jedem zu denken “Was habe ich davon?”, ergibt eine toxische Einstellung, die uns im schlimmsten Falle krank macht.

    Covey bestätigt in „Die 7 Wege zur Effektivität“, was wir mit dem aktuellen Trend des Coworking und der Vernetzung bereits in Ansätzen verstanden haben:
    Mehr WIR, mehr Co-Kreation, mehr Kooperation werden uns weiter bringen, als alleine gegen den Rest der Welt zu arbeiten.

    Konflikte und Unterschiede

    können uns buchstäblich zersetzen. Wenn wir es schaffen, diese Dissonanzen zu einer kreativen Kooperation zu verschmelzen, wird daraus immer etwas Positives entstehen.

    Die Sehnsucht, verstanden zu werden.

    Warum genießen es unsere Kunden so, wenn wir uns eine oder zwei Stunden Zeit für sie nehmen? Es ist die persönliche Anteilnahme, das Zuhören, das Verstehen wollen.

    Auch dadurch werden wir die Balance wieder herstellen, die wir benötigen, um gut durch diese herausfordernde Zeit zu kommen. 


    In „die 7 Wege zur Effektivität“ stellt Covey den Mensch in vier Dimensionen dar, die es gilt, weiter zu entwickeln:

    • Körper: Die Tendenz, sich nicht zu bewegen und schlecht zu ernähren kann aufgebrochen werden, indem man seinen Lebensstil umstellt und sich nach gesunden Maßstäben ausrichtet.
    • Verstand: Statt sich berieseln zu lassen von Internet und Netflix-Serien können wir uns weiterbilden und die Zeit nutzen, um dem Verstand neue Anreize zu geben.
    • Herz: wir werden die Beziehungen zu anderen Menschen erst als erfüllend erleben, wenn wir es schaffen, echtes Zuhören zu praktizieren und uns für die Gemeinschaft einzusetzen.
    • Geist: die Suche nach dem Sinn im Leben, nach den Prinzipien der Welt und deren positiven Wirkungen kann uns wieder zu unseren Ursprüngen und zum glücklichen Erleben bringen.

    Mit seinen 7 Wegen zur Effektivität gibt uns Stephen Covey nun Werkzeuge an die Hand, um unser Leben und unsere Umwelt zu gestalten, ein freudvolleres, effektiveres Leben einzuschlagen und dies auch an unsere Mitmenschen weiterzuvermitteln.

    Paradigmen und Prinzipien

    Von innen nach aussen.
    Die Veränderung beginnt immer in uns selbst. Im ändern des eigenen Verhaltens verändern wir auch immer die Welt.

    Paradigmen-Wechsel.

    So wie wir die Welt sehen, sieht sie kein anderer. Versuchen wir, die Welt durch die Brille unseres Gegenübers zu sehen, werden wir erkennen, was ihn ausmacht.

    (Anmerkung: Im Coaching nennt man das „systemisch“. Jeder Mensch lebt in seinem eigenen System von Werten, Ansichten und Einstellungen, die es zu respektieren gilt.)

    Wir werden verstehen lernen. Neue Wege finden. Die Landkarte unseres Lebens neu beschreiten.

    PRINZIPIEN sind Richtlinien für das menschliche Verhalten. Sie sind allgemeingültig.

    Covey beschreibt uns ein Beispiel, das uns dieses Prinzip verdeutlicht:

    Sein Sohn hatte Probleme in der Schule. Es hat einige Zeit gedauert, bis er und seine Frau erkannt haben, dass dies hauptsächlich für sie als Eltern ein Problem war.


    Ab dem Zeitpunkt, wo sie ihm das Vertrauen geschenkt hatten, so zu sein, wie er ist, veränderte es alles und er kam in die Selbstwirksamkeit.

    Das Ergebnis war beeindruckend, da sich nur durch die Haltung und das Vertrauen der Eltern das Verhalten des Sohnes derart verändert hatte, dass er seine schulischen Leistungen wesentlich verbessern konnte.

    Persönlichkeits-Ethik vs. Charakter-Ethik

    Heutzutage ist es modern geworden, nach Selbstverwirklichung zu streben. Das öffentliche “Image” zu verbessern und sich selbst an die Spitze aller Überlegungen zu stellen.

    Covey nennt es die Persönlichkeitsethik.

    Sich sozusagen selbst zur vielbeachteten Persönlichkeit zu erheben und somit in den Fokus der eigenen Überlegungen zu setzen, steht dabei im Gegensatz zur Charakter-Ethik, welche auf unseren Charakter-Eigenschaften basiert: Es zählen dazu Integrität, Treue, Gerechtigkeit, Geduld und Bescheidenheit.

    Es ist eine Schnittmenge aus Gewohnheiten:
    – Wissen (was wir tun und warum) – das Können (wie tun wir es) – das Wollen (was wollen wir tun).
    Wenn wir daraus nun EFFEKTIVE Gewohnheiten machen, ergeben sich daraus wirklich verinnerlichte Prinzipien und Verhaltensmuster, die die Charakter-Ethik auszeichnen.

    Covey hat nun ein System entwickelt, wie seine 7 Wege darstellbar sind.
    Das “Reifekontinuum”:

    Das Reifekontinuum von Stephen R. Covey aus dem Buch

    Bild entnommen aus dem Buch: https://www.gabal-verlag.de/buch/die-7-wege-zur-effektivitaet/9783869368948

    Es zeigt den Weg von der Abhängigkeit (Dependenz) zur Unabhängigkeit (Independenz) bis schließlich hin zur wechselseitigen Abhängigkeit, der Interdependenz.


    Im Folgenden beschreibe ich das Covey´sche System des P/PK Gleichgewichtes.

    Ich muss dazu sagen, dass mich diese Abkürzungen wenig bis gar nicht ansprechen. Ich verstehe jedoch den wichtigen Grundgedanken dahinter, daher sei ihm auch verziehen, wenn er es in diese etwas trockenen Buchstabenkombinationen dafür verwendet.

    “P” steht dabei schlicht für “Produktion”.

    Es meint also alles, was produziert wird. 

    “PK” ist die “Produktionskapazität”,
    also der produzierende Faktor.

    Covey setzt es ins Bild der Erzählung von der Gans mit den goldenen Eiern.
    Will man die Produktion (P) der goldenen Eier also aufrecht erhalten, muss man sich zuerst um das Wohl der Gans (PK) kümmern.

    Dieses Prinzip findet bei vielen Gelegenheiten Anwendung:
    Ein Beispiel: Behandele Deine Mitarbeiter so, wie Deine besten Kunden, denn sie stellen die Produktionskapazität dar.
    Behandele also auch Dich selbst wie eine Produktionskapazität!
    Nur dann wird die „Produktion“, also das effektive Handeln und die schöpferische Kraft nicht zum Erliegen kommen.

    Wer das Gleichgewicht dieser zwei Komponenten, P und PK, bewahrt, handelt effektiv.

    Sehen wir uns „Die 7 Wege der Effektivität“ einmal im Einzelnen an:


    Wir haben als Menschen einen entscheidenden Vorteil: wir verfügen über die “Selbstwahrnehmung”.

    Wir können also unser Selbst aus einem angemessenen Abstand betrachten.
    Daraus folgt, dass wir nicht unsere Gedanken und Gefühle sind!

    Covey erzählt uns die Geschichte von Viktor E. Frankl, der im KZ dieses Prinzip zur Selbsterhaltung entwickelte: Er entschied sich selbst dafür, wie sich alle äußeren Einflüsse auf ihn auswirken. 

    Es gibt eine Lücke zwischen Reiz und Reaktion, und wir als Menschen können uns entscheiden, wie wir diese Lücke füllen möchten.

    Die Erkenntnis dieses Prinzips ermöglicht es uns, Verantwortung für unser Leben zu übernehmen. Es ermöglicht uns, jederzeit die Initiative zu ergreifen.

    Einfallsreichtum und Initiative zeichnen den ersten Weg der Proaktivität also aus.

    Es folgt ein kurzer Exkurs in Sachen Zeit- und Energiemanagement…

    Es gibt Dinge, die in unserem Einflussbereich liegen, und Dinge, die in unserem Interessensbereich liegen.

    Effektiv wäre es, sich auf Die Dinge in unserem Einflussbereich zu konzentrieren, denn auf die Inhalte des Interessensbereiches haben wir meist gar keinen Einfluss.

    Was können wir also tun, um zu mehr Proaktivität zu gelangen?

    • Wir können unseren Einflussbereich erweitern. Zum Beispiel in unserer Firma.
    • Wir können mehr sein, und dafür weniger haben (als Beispiel: ach wenn ich nur mehr Zeit hätte” vs. ich kann glücklich und zufrieden sein)
    • Wir haben die Freiheit, in jeder Situation unsere Reaktion zu wählen
    • Wenn wir Fehler eingestehen und korrigieren, haben wir die Macht über den nächsten Moment

    Dieses Kapitel hat mich stark an die modernen Bücher mit dem Thema “Visualisierung” oder “Gesetz der Annahme” erinnert.
    Covey bestätigt dabei aber nur, was als ein Grundthema der persönlichen Weiterentwicklung betrachtet werden kann. Es ist die Frage:

    “Wie will ich am Ende in Erinnerung bleiben?”

    Tatkräftig? Helfend? Liebevoll? Optimistisch? Was habe ich bewegt im Leben?

    Wir sollten uns Gedanken darüber machen, was unsere Mitmenschen einmal sagen werden, wenn wir nicht mehr sind.
    Ein etwas gewöhnungsbedürftiges Tool dafür ist es, die eigene Grabrede zu schreiben: Was werden die Menschen über mich sagen, wenn ich das Zeitliche gesegnet habe?

    (Anmerkung: Schreibe eine Grabrede für Dich selbst: Diese Aufgabe fand ich im Coaching wirklich sehr schwierig. Es hat sich jedoch gezeigt, dass es unglaublich erhellend ist, so etwas mal auszuprobieren!)

    Alles wird zweimal geschaffen: Zuerst mental, dann physisch.

    Jeder Gedanke erzeugt etwas Reelles. Wir können dabei wiederum wählen, welche Art von Gedanken wir uns aussuchen. Erzeugen wir damit etwas Gutes? Oder ist es der Groll und Unmut auf jemanden? Seien wir auf der Hut vor schlechten Gedanken, denn sie lassen nichts Gutes entstehen.

    Als zweite Übung kann man sich einmal vornehmen, ein persönliches Leitbild zu entwickeln. Wie will ich sein? Wer will ich sein? Was hat die Welt von mir? Was kann ich beitragen zu einem besseren Umfeld?

    4 Faktoren sollen dabei im Zentrum unseres Einflussbereichs sein:

    • Sicherheit: Wer bin ich, was ist mein emotionaler Anker, was ist meine grundlegende persönliche Stärke?
    • Orientierung: wie setze ich meinen Kompass im Leben? Wie lasse ich mich durchs Leben leiten?
    • Weisheit: Wie verstehe ich die Prinzipien des Ganzen?
    • Kraft: wo liegt meine Fähigkeit zum Handeln? Wo liegt meine Stärke? Heutzutage würde man noch den Begriff der Resilienz hinzufügen.

    Sobald wir uns auf andere Dinge zentrieren, ergibt sich meist ein Ungleichgewicht, das uns aus dem Weg der Interdependenz abschweifen lässt.
    Diese Zentren können sein: Geld, Familie, Partner, Arbeit, Besitz, Vergnügen, Freundschaft/ Feindschaft, Kirche, oder das ich.

    Wenn wir das Zentrum erkennen, welches bei uns im “Hauptprogramm” läuft, können wir uns besser einordnen auf dem Weg zu einem interdependenten Leben.

    Jeder von uns hat andere Dinge, auf die er sich konzentriert und die er im Blick behält. Hier gilt es, die Extreme zu erkennen und Stück für Stück eine Ausgeglichenheit zwischen den Zentren herzustellen.

    Um besser zu visualisieren, wie unser Lebensweg aussehen könnte, können wir das Potential unserer rechten Gehirnhälfte nutzen.

    In dieser Gehirnhälfte steckt der kreative Teil von uns. Hier entsteht die Vorstellungskraft und das Gewissen. Im Gegensatz zur Logik und Strukturiertheit der linken Hälfte.

    Was können wir tun, um die rechte Gehirnhälfte besser auszunutzen und wie können wir das trainieren?

    • Visualisierungen: entwickele ein Bild von der Zukunft, in den schillerndsten Farben. Mit allen Details. 
    • Positive Affirmationen: verknüpfe gute Gefühle mit Handlungen, die sich positiv auf Dich und andere auswirken
    • Nimm Reaktionen vorweg: Entwickele ein inneres Bild davon, wie die Reaktion auf eine Handlung sich auswirken wird
    • Entwickele Rollen und Ziele
    • Entwirf ein Leitbild für Dich, Deine Familie und Deine Organisation: Was ist meine/unsere Berufung? Wie kann ich sie erfüllen?

    Hier gelangen wir wieder in Richtung Zeit- und Selbstmanagement. Die 7 Wege der Effektivität beschäftigen sich ja mit einem effektiven Leben, von daher wundert es nicht, dass wir immer wieder von der täglichen Selbstorganisation lesen.

    Covey stellt uns 2 wichtige Fragen zum Anfang:

    1. Nehmen wir an, es gäbe eine Sache, die Sie regelmäßig tun könnten und die einen riesengroßen Unterschied in Ihrem Privatleben bewirken würde. Welche Sache wäre das?
    2. Welche Sache in Ihrem Berufs- oder Arbeitsleben würde zu ähnlich positiven Ergebnissen führen?

    Covey arbeitet hier im Weiteren mit der

    Zeitmanagement Matrix

    (Anmerkung: Auch bekannt als die „Eisenhower-Matrix„!!)

    Die Matrix hat 4 Bereiche der Tätigkeitsbewertung:

    Die Zeitmanagement-Matrix, auch genennt Eisenhower-Matrix aus dem Buch

    Aus dieser Matrix lässt sich bestens ein Bewertungsschema und eine Wochenplanung erstellen. Aus Gründen der Länge dieser Zusammenfassung überspringe ich die Ausführungen zu dieser Methode.

    Wenn Du mehr zum Thema Wochenplanung lesen magst, schau mal hier: https://helga-schuller.de/ordnung-ins-chaos-deiner-projekte-bringen-leichter-als-gedacht/

    Jedoch hier noch die grundsätzlichen Learnings, die ich für mich persönlich aus diesem Thema gezogen habe:

    • Lernen, Nein zu sagen, gibt unglaublich viel Freiheit für andere, wichtige Dinge
    • Eine Wochenplanung zu erstellen ist hilfreich und Grundlage des Selbstmanagements
    • Delegation: beim Delegieren nicht Aufgaben, sondern Verantwortung für etwas delegieren. Dies gibt großen Handlungsspielraum und schenkt Vertrauen (auch innerhalb der Familie)

    Bevor wir uns mit dem vierten Weg beschäftigen definiert Covey noch seine Haltung zur nächsten Stufe der Effektivität:

    DER ÖFFENTLICHE ERFOLG

    Zuerst einmal muss uns klar sein: der private Erfolg kommt vor dem öffentlichen Erfolg.

    Außerdem: wir alle haben mit unseren Mitmenschen emotionale Beziehungskonten.

    Dieses will jeweils gepflegt werden:

    Verpflichtungen einhalten, Erwartungen klären gehört zum Beispiel dazu.

    Auch Integrität und Liebe beginnt nicht zuletzt vor allem auf privater Ebene.

    Manche Probleme im zwischenmenschlichen Miteinander haben übrigens transformative Kraft: Sie können Dinge durchaus zum Positiven verändern.

    6 wertvolle Einzahlungen auf das Beziehungskonto:

    1. Den anderen verstehen wollen. Was ist Dir wichtig?
    2. Kleinigkeiten beachten. Nichts ist unwichtig, oft unterschätzen wir die scheinbaren Belanglosigkeiten
    3. Verpflichtungen und Versprechen einhalten
    4. Durch ständige Kommunikation Erwartungen klären
    5. Integrität zeigen. Bedeutet: die Realität in Einklang mit den Worten bringen. Ehrlichkeit und Loyalität zählen.
    6. Abhebungen entschuldigen

    Es gibt unterschiedliche Lösungswege bei Verhandlungen oder Problemen:

    Gewinn / Verlust:

    Durch andauernden Vergleich, auch durch das Ringen um Anerkennung bildet sich oftmals ein Gewinn / Verlust-Denken heraus

    Verlust / Gewinn:

    Grundtendenz hierbei: “Ich verliere, Du gewinnst”.
    Es wird immer nur nachgegeben und andere für Entscheidungen verantwortlich gemacht.

    Verlust / Verlust:

    Den eigenen Verlust in Kauf nehmen, damit der andere auch verliert

    Gewinn:

    Nur an die eigenen Ergebnisse denken

    Gewinn / Gewinn oder kein Geschäft:

    Die beste der Möglichkeiten und immer erstrebenswert.

    Vereinbarungen bei Gewinn / Gewinn Lösungen:

    • die gewünschten Ergebnisse: Was? Bis wann?
    • Richtlinien: Wie ist die Strategie?
    • Ressourcen: Was ist nötig, um x zu erreichen?
    • Verantwortlichkeit: Welche Leistungsstandards sollen gelten?
    • Konsequenzen: Was folgt daraus?

    Ein möglicher Prozess zur Lösungssuche:

    1. Perspektivenwechsel – Bedürfnisse und Fragen der anderen Seite erkennen
    2. Welche Schlüsselfragen und Interessen gibt es? (NICHT Positionen!)
    3. Welche Ergebnisse würden eine total annehmbare Lösung auszeichnen?
    4. Welche neuen Möglichkeiten gibt es?

    Weitere Tipps und Fragen zur Umsetzung von Gewinn / Gewinn Lösungen sind:

    • ein Gleichgewicht aus Mut und Rücksicht finden
    • Was sind die Hindernisse? Wie kann ich sie aus dem Weg räumen?
    • Versetze Dich in den anderen hinein: Welche Lösung wird er wollen?
    • Wie kann ich Einzahlungen auf das emotionale Beziehungskonto machen?
    • Wie ist mein eigenes Skript? Nutzt es mir?
    • Welches Modell von Gewinn / Gewinn ergibt einen Sinn für mich?

    Im 5. Weg geht es darum, sich vollkommen auf sein Gegenüber einzulassen. Das Stichwort hierzu lautet: Einfühlendes Zuhören!

    Um dies zu lernen, müssen wir erst einmal lernen, zuzuhören, um zu verstehen und nicht, um zu antworten.

    Es kann uns gelingen, wenn wir versuchen zuzuhören, mit der festen Absicht, den anderen verstehen zu wollen.

    Wir sollten nicht immer alles nur auf uns selbst beziehen (“Bei mir war das so…”)

    Richtiges Zuhören

    Wir können nicht nur mit den Ohren, sondern auch mit den Augen und mit dem Herzen zuhören.

    Aus 10 % Worten + 30 % Stimme + 60 % Körpersprache wird erst 100 % Kommunikation!

    Einfühlendes Zuhören liefert uns verlässliche Informationen, mit denen wir arbeiten können:

    Warum ist das so wichtig für uns?
    Es gibt dem anderen “psychische Luft”, dies ist uns allen ein lebenswichtiges Bedürfnis. Wir alle wollen gehört und verstanden werden.

    Hör Dir also wirklich an, was der andere zu sagen hat. Geh nicht davon aus, dass Du die Lösung / das Leben / den Weg des anderen bereits kennst.

    Stelle nicht ein Rezept aus, wenn die Diagnose noch nicht vorliegt.

    Aus dem Verstanden-werden ergibt sich eine Gewinn / Gewinn Lösung!

    Wenn Du etwas erreichen möchtest, bring es in einer effektiven Darstellung vor:

    • mit ETHOS: der persönlichen Glaubwürdigkeit
    • mit PATHOS: Gefühl und Emotionalität des Gesagten
    • mit LOGOS: dem logischen Teil der Darstellung.

    Dieses Kapitel bewegt mich in besonderem Maße: Es geht um die Prinzipien der kreativen Kooperation.

    Aus innerer Überzeugung sage ich: das Ganze ist mehr als die Summe der einzelnen Teile. Wer einmal erlebt hat, wie aus dem kreativen Zusammenspiel mehrerer Menschen ein neues Projekt erwachsen ist, der weiß, was Synergie bedeutet.

    Das interessante an einer synergetischen Kooperation ist, dass man vorher nicht ahnt, was Tolles herauskommen kann. Mit der festen Absicht, etwas Gutes zu erschaffen, kann man so viel bewegen.

    Es beginnt mit synergetischer Kommunikation. Mit Respekt, Vertrauen und der Kombination aus den vorherigen Wegen ergibt sich eine Kommunikation, die die Lösungen in sich trägt.

    Synergien ermöglichen

    Wir können durch Synergieeffekte plötzlich dritte Alternativen finden, die vorher noch nicht in erreichbarer Nähe schienen.

    Unterschiedliche Sichtweisen sind bei diesem Thema nicht negativ belegt, sondern bringen neue Möglichkeiten in den Lösungsweg ein. Diese Unterschiede sollen wertgeschätzt und anerkannt werden, damit sich eine für alle Beteiligten eine effektive Lösung ergeben kann.

    In den Synergien liegt meiner Meinung nach der größte Wert für unsere zukünftige Welt. Mehr und mehr werden wir nach synergetischen Lösungen suchen müssen, und Ökologie, Ökonomie und Menschlichkeit wieder in den Vordergrund unserer Bestrebungen bringen.


    Covey sieht es als grundlegende Bedingung für ein effektives Leben an, die Kräfte des Seins ununterbrochen zu pflegen und zu erhalten.

    Er untergliedert die

    4 Dimensionen der Erneuerung:

    1. PHYSISCH: Bewegung, Ernährung, Stress Management, Gesunderhaltung
    2. SPIRITUELL: Werte finden, Verpflichtungen eingehen, Meditation
    3. MENTAL: Lesen, Visualisieren, Planen, Schreiben
    4. SOZIAL / EMOTIONAL: Dienen, Mitgefühl, Synergien und intrinsische Sicherheit

    Wenn wir diese Komponenten der Erneuerung ausgewogen beachten, finden wir zu einer effektiven Lebensweise.

    Die Erneuerung in diesen Bereichen funktioniert wiederum synergetisch, das bedeutet, die hat Auswirkungen auf alle anderen Bereiche.

    Welche dieser 4 Dimensionen kommt bei Dir zu kurz? Welche überwiegt? Hier ein Gleichgewicht zu schaffen, wird für uns persönlich einen Fortschritt in vielen anderen Dingen bringen.


    Fangen wir also bei uns selbst an, ein effektives Leben zu leben und dabei positiv auf andere einzuwirken.

    Machen wir einen Unterschied in dieser Welt.

    • Wie kannst Du pro-aktiv sein und die Prinzipien Deiner persönlichen Vision finden?
    • Was kannst Du tun, um das Ende bereits am Anfang im Sinn zu haben?
    • Wie schaffst Du es, das Wichtigste zuerst zu tun?
    • Wie ergibt sich eine Gewinn / Gewinn Lösung?
    • Wie kannst Du erst verstehen, um verstanden zu werden?
    • Wie lassen sich Synergien schaffen und das Prinzip der kreativen Kooperation anwenden?
    • Wie kann ich meine “Säge schärfen” und die Dimensionen der Selbst-Erneuerung täglich anwenden?

    Covey´s 7 Wege der Effektivität haben mich nachhaltig beeinflusst.

    Manchmal scheint es schwer, sich auf alle Wege gleich gut einzulassen. Doch meistens muss man nur einen Schritt zurückgehen, um sich einen Überblick zu verschaffen und das Prinzip zu erkennen, auf das es gerade ankommt.

    Die 7 Wege empfehle ich Dir zu lesen, wenn Du an einem Scheidepunkt des Lebens stehst und nach tieferen Antworten und allgemeingültigen Zielen suchst.


    Wenn Du Dich von innen nach außen vorarbeitest, wirst Du auf dem richtigen Weg sein.

    Ich hoffe sehr, dass Du einmal die Zeit findest, das Buch in Ruhe zu lesen, denn es gibt so viele gute Anhaltspunkte für einen klareren Blick auf das eigene Leben und ein gutes Miteinander.

    Und weil ich sehr ungern Amazon-Links teile, hier der Link zu Deinem (hoffentlich!) lokalen Buchhändler über Genialokal:

    https://www.genialokal.de/Produkt/Stephen-R-Covey/Die-7-Wege-zur-Effektivitaet_lid_36878698.html

    Schreibe mir gerne eine E-Mail an mail@helga-schuller.de und sag mir, wie Du das Buch fandest!

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  • Zeitmanagement like a Pro – nimm deine Zeit selbst in die Hand!

    Zeitmanagement like a Pro – nimm deine Zeit selbst in die Hand!

    Manchmal läuft uns buchstäblich die Zeit durch die Finger…

    Besonders Führungskräfte und Selbstständige fragen sich immer wieder, wie sie ihre Zeit besser in den Griff bekommen können.

    Aber mit was verbringen wir denn eigentlich unsere Zeit, den lieben langen Tag?

    Dwight D. Eisenhower, der von 1953 bis 1961 der 34. US-Präsident war, erfand für sich (und mittlerweile tausende andere Menschen) die sogenannte „EISENHOWER-MATRIX“.

    Die Matrix teilt die Tätigkeiten in 4 Quadranten ein, diese sind:

    1) Wichtig und dringend

    2) Wichtig, aber nicht dringend

    3) Nicht wichtig aber dringend

    4) Nicht wichtig und nicht dringend

    Was sofort getan werden muss: Wichtig und dringend!

    Nummer 1 lässt sich schnell erklären: Alles, was sofort erledigt werden muss, weil es keinerlei Aufschub duldet.

    Darunter fallen alle Projekte mit Deadline oder Vorkommnisse, die akuten Handlungsbedarf haben.
    Die Schule ruft an, weil Dein Kind krank ist?
    Da denkt man nicht lange drüber nach, sondern setzt sich sofort in Bewegung.


    Die wirklich wichtigen Dinge, die wir oftmals schieben: Wichtig, aber nicht dringend

    Der 2. Quadrant besteht aus Tätigkeiten, die wichtig sind, welche wir aber ständig vor uns herschieben.

    Zum Beispiel die Mutter anrufen.

    Sport treiben.

    Endlich den Arzttermin vereinbaren.

    Die Steuererklärung.

    Am Buch weiterschreiben…

    Da fallen dir bestimmt noch viele andere Beispiele ein.

    Wir sollten versuchen, diesem Teil unserer täglichen ToDos die größte Aufmerksamkeit zu schenken.
    Aber wie geht das? Wie kann ich dranbleiben, an Themen, die man so super easy auch auf den nächsten, und den nächsten, und den nächsten Tag schieben kann? ❓❓❓

    Meine Antwort lautet hier: Plane Deine Woche.
    Erstelle für dich einen Wochenplan, der dir für diese Dinge einen festen Zeitpunkt vorsieht.
    Plane realistisch und plane mit großzügigen Pufferzeiten. So kannst du sicherstellen, dass auch mal was Dringendes (siehe Punkt 1!) dazwischenkommen darf.

    Ich habe für meine Wochenplanung ein ausgefeiltes Notion-Board entwickelt (Sollte ich das mal als Freebie erstellen? Ich überlege noch…)

    Jedenfalls ist es wichtig, das Wichtige zu tun!!
    Wenn es dir alleine schwerfällt, suche dir am besten einen Coach („moi“ zum Beispiel 😉 oder eine Community, die dich dabei unterstützt (Mein Tipp: Einfach-umsetzen.de von der lieben Annegret)


    Die bösen kleinen Übeltäter: Nicht wichtig, aber (scheinbar) dringend!

    Im 3. Quadranten geht es um Dinge, die uns ständig aus dem Fluss bringen, weil sie unmittelbar auftreten und sofort bearbeitet werden wollen.

    Sie sind meist gar nicht wichtig aber drängen sich ständig ungefragt in den Vordergrund.

    Ein Anruf, der eingeht.

    Eine E-Mail, die aufploppt.

    Instagram, Facebook und Konsorten, du weißt was ich meine…🙄

    Hier gilt es, Störungen zu vermeiden und sich feste Zeiten zu nehmen, in denen diese Aufgaben bearbeitet werden.

    Evtl. hast du hier die Möglichkeit, etwas zu delegieren.
    Aber achte darauf, nicht die Aufgabe, sondern die Verantwortung für bestimmte Bereiche abzugeben. Das gibt Mitarbeitern größtmöglichen Handlungsspielraum und schenkt Vertrauen.


    Kann getrost weg: Nicht wichtig und nicht dringend

    Nr. 4 sind die größten Zeitfresser: nicht wichtig, nicht dringend. Dazu gehört zum Beispiel das gedankenlose Surfen in den sozialen Medien, oder oder oder…

    Tätigkeiten im 4. Quadranten können meist ersatzlos gestrichen werden.

    Bereits damit bekommst du eine Menge zusätzlicher Zeit zur Verfügung.

    Wenn Du Deine vergangene Woche analysierst,
    was waren deine häufigsten Tätigkeiten? Was war unmittelbar wichtig, und was hätte ersatzlos gestrichen oder delegiert werden können?

    Wenn Du ein sehr strukturierter Mensch bist, und dich nicht mit Schätzungen zufrieden gibst, sende ich dir gern meine Excel-Liste zum „Tracken“ deiner Gewohnheiten und Tätigkeiten.
    Dazu reicht es, wenn du mir eine kurze Mail mit dem Stichwort: „Eisenhower Liste“ an folgende E-Mail sendest: coaching@helga-schuller.de

    Dein Arbeitsleben kann wieder leichter, sinnvoller und effektiver werden, wenn du dich auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrierst!🎉

    PS. Die Eisenhower-Matrix ist auch auf dem Kreativen Wochenplaner – eine großartige CANVA-Vorlage! – zu finden. Den bekommst du, indem du dich über diese Seite zu meinem Newsletter anmeldest: