Kategorie: Kreativität

  • Ein Workshop mit Dir selbst! Visionsarbeit für Selbstständige

    Ein Workshop mit Dir selbst! Visionsarbeit für Selbstständige

    Für Unternehmen halte ich gerne Visions- und Strategie-Workshops.
    Das geht aber auch sehr gut mit einzelnen Personen, sogar mit Dir selbst!

    Voraussetzung ist natürlich, dass du dir wirklich Zeit dafür nimmst und die einzelnen Punkte ehrlich bearbeitest.

    Hier kommen Vorschläge, welche Teile der Workshop mit dir selbst beinhalten könnte:

    1. Klarheit über deine langfristige Vision

    • Warum bin ich selbstständig? Mach dir klar, was dich antreibt.
      Welche langfristigen Ziele hast du? Wo möchtest du mit deinem Business in 5 oder 10 Jahren stehen?
    • Richtung festlegen: Ohne ein klares Ziel kann man sich schnell im Tagesgeschäft verlieren. Eine starke Vision gibt Orientierung und Fokus. Überlege, dir diese Vision als Desktop-Hintergrund oder Handy-Hintergrundbild zu speichern, damit du dich immer wieder damit beschäftigen kannst.
      PS diesen Tipp nehme ich übrigens aus unserem Community-Call von heute Morgen mit 😉

    2. Positionierung und Alleinstellungsmerkmal (USP)

    • Du kannst herausarbeiten, was dich und dein Business einzigartig macht. Was bietest du an, das andere nicht tun? Wie kannst du dich klar am Markt positionieren?
    • Eine präzise Positionierung hilft dabei, deine idealen Kunden gezielter anzusprechen und sich klar von der Konkurrenz abzuheben. Nutze dabei auch die Vision, die du dir am Anfang erarbeitet hast.

    3. Zielgruppen-Analyse

    • Du kannst herausfinden, wer deine Zielkunden sind und welche Bedürfnisse sie haben. Das hilft dir, dein Angebot präzise auf diese auszurichten und eine effektive Marketingstrategie zu entwickeln.
    • Plötzlich wird es leicht, auf Social Media Beiträge zu posten!

    4. Struktur und Prioritäten setzen

    • Durch die Reflexion über deine Aufgaben und Ziele kannst du dir klare Prioritäten setzen. Welche Aufgaben führen dich tatsächlich zu deinen Zielen, und welche sind lediglich Zeitfresser?
    • Zum Abstellen der Zeitfresser unbedingt einen klaren Wochenplan erarbeiten!
    • Ein persönlicher Workshop schafft Raum für eine ehrliche Bestandsaufnahme, was gut läuft und wo Verbesserungsbedarf besteht.

    5. Stärken und Schwächen analysieren

    • Eine Stärken/Schwächen-Analyse kann dir helfen, realistisch einzuschätzen, wo deine Stärken liegen und an welchen Schwächen du arbeiten solltest. Konzentriere dich aber nicht allzu lang auf die Schwächen. Erfahrungsgemäß müssen wir damit arbeiten und das Beste daraus machen 😉
    • Diese Stärken und Schwächen sind relativ schwer selbst zu ermitteln (wir sind meist blind in Bezug auf uns selbst) Hol dir Hilfe und engagiere dazu evtl einen Coach!

    6. Work-Life-Balance reflektieren

    • Selbstständige neigen oft dazu, sich selbst und ihre Bedürfnisse zu vernachlässigen. Ein Workshop kann dabei helfen, die eigene Balance zwischen Arbeit und Freizeit zu hinterfragen und ggf. neu auszurichten.
    • Beispiel: Sei ehrlich zu dir selbst! Wenn du nicht genügend Pausen einplanst, wirst du beispielsweise bald ausgebrannt sein.

    7. Konkretisierung von Zielen und Maßnahmen

    • Oft sind die eigenen Ideen und Visionen sehr vage. In einem Workshop kannst du konkrete, messbare Ziele formulieren und einen Fahrplan zur Umsetzung entwickeln.
    • Beispiel: Umsatzziele, Follower, Schulungsteilnehmer etc.
    • Dadurch wird aus einer nebligen Vision ein handfester Plan, der leichter umzusetzen ist.

    8. Motivation und Selbstvertrauen stärken

    Indem du dir bewusst machst, was du bereits erreicht hast und was noch möglich ist, gewinnst du Selbstvertrauen und Motivation, deine Ziele zu erreichen.

    Zum Schluss ein Tipp:

    Sei nicht zu streng mit dir! Ziele können sich mal verändern, Umstände und Voraussetzungen auch.
    Sei flexibel, was deine einzelnen Ziele angeht, aber behalte immer deine „große Vision“ im Blick!

    Und nun viel Spaß bei deinem „Workshop mit dir selbst“!

    Deine Helga

    PS, Wenn Du noch ganz am Anfang stehst empfehle ich Dir unseren Workshop für Gründerinnen:
    „Design Your Business“!

  • Ordnung ins Chaos deiner Projekte bringen – leichter als gedacht!

    Ordnung ins Chaos deiner Projekte bringen – leichter als gedacht!

    Kreativität heißt für mich, im Chaos eine Ordnung zu entdecken.

    Genauso, wie sich zuhause nach und nach immer wieder Unordnung bildet, so geht es uns auch oft mit den diversen Projekten, über die wir den Überblick verlieren können.
    Und, um es gleich vorweg zu nehmen: das hat nichts mit ADHS oder ähnlichen Diagnosen zu tun, sondern ist ein völlig normaler Zustand.

    Chaos ist zuerst einmal anstrengend.
    Im Kinderzimmer, in den Projekten, im ganzen Leben.
    Aber warum ist es eigentlich so schlimm und fühlt es sich so schwer an, den berühmten „roten Faden“ zu finden?

    Wie so oft sind es ganz frühe Überzeugungen und Einstellungen, die uns das Leben schwer machen:
    Wir alle wurden dazu erzogen, ordentlich zu sein.
    Das Zimmer muss aufgeräumt werden, die Bücher sortiert, die Stifte gespitzt.
    Herumliegende Spielsachen bedeuten: „Mama schimpft bestimmt!“
    Da ist sofort das schlechte Gewissen zur Stelle und meldet: Achtung, Chaos!
    Dabei haben bereits kleine Kinder eine eigene Systematik, WIE sie ihr Zimmer ins Chaos versetzen:

    Links vorne wohnt die Barbie-Familie, während sich hinten unter dem Fenster eine Welt aus LEGO-Bausteinen entwickelt. Die Kuscheltiere haben überall ihre Näschen drin, vor allem tummeln sie sich aber im Bett.
    Dass das letzte, unvollständig zusammengebaute Puzzle noch daliegt: Naja, das kann schon mal passieren. Vielleicht mag ich das ja am nächsten Wochenende fertigbauen.


    Diese scheinbare Unordnung folgt also einem System. Kinder finden so heraus, was ihnen wirklich wichtig ist. Worauf sie ihre Aufmerksamkeit länger fokussieren möchten. Sie springen von Thema zu Thema, denn sie kennen (im Normalfall) keine Langeweile.

    Nichts von diesen Dingen ist „schlecht“. Chaos nicht, Langeweile auch nicht.
    Was wir jedoch lernen dürfen, ist der Umgang damit.
    Zu priorisieren, was wichtig und was unwichtig ist. Und zu erkennen, wann etwas weggeräumt werden kann, erfordert Übung und Lernen.
    Frei von schlechtem Gewissen etwas aufhören, das mir keinen Spaß mehr macht, kann sehr befreiend sein.

    Wie so vieles kommt es also auch hier auf die Bewertung an:
    Was ist wirklich wichtig?
    Was kann getrost weg?
    Wo gibt es noch ungelöste „Baustellen“?

    Betrachten wir unser Leben als etwas chaotisches Kinderzimmer, so finden wir durchaus Parallelen.
    Ja, da sind tatsächlich ein paar Dinge, die weg können.
    Aber gleich daneben, da liegen wunderbar inspirierende neue Projekte, die es Wert sind, genauer betrachtet zu werden.

    Worauf kommt es also an, wenn wir einen Startpunkt zum „Aufräumen“ finden wollen?
    Wie bringen wir Ordnung in das vermeintliche Chaos?
    Hier eine kleine Anleitung, wie du mit 2 Blatt Papier und ein paar Stiften Ordnung in deine Projekte bringst:

    • Nimm dir ein weißes Blatt Papier und identifiziere „herumliegende“ Teile aka Gedanken, Ideen oder angefangene Arbeiten als zusammenhängende Projekte
    • Male bunte Kreise um die einzelnen Projekte und identifiziere diejenigen, die dir wirklich etwas bedeuten, oder die wirklich wichtig sind
    • Finde Überschriften, Querverbindungen und Einzelthemen, die zusammen gehören
    • Identifiziere Projekte, die obsolet, veraltet oder uninteressant sind und markiere sie, um sie demnächst zu beenden.
    • Finde „lose Enden“, die darauf warten, wieder aufgenommen oder verknüpft zu werden
    • Erstelle eine Reihenfolge mit den dir wichtigsten Projekten
    • Gib den Projekten eine „Heimat“, indem du ihnen jeweils einen Tag zuordnest, an dem du dich mit ihnen beschäftigen möchtest
    • Definiere einen „Aufräumtag“, an welchem du nichts Neues beginnst, sondern dich nur um das archivieren und beenden alter Projekte kümmerst (Optional ist dies auch der Buchhaltungstag bei Selbständigen!)
    • Versuche die Projekte auf 5 Wochentage aufzuteilen, so dass dir das Wochenende als freie Zeit zur Verfügung steht (hier gern Lesen, Sport und Selfcare einplanen! Mein Credo: Alles ist ein Projekt!)
    • Nimm dir ein neues Blatt Papier und schreibe dir deine neue Wochenplanung sauber auf

    Wichtig:
    Sei nicht zu streng mit dir. Die Planung ist nicht in Stein gemeißelt.
    Sie darf sich natürlich verändern, sie ist ein Werkzeug und kein Dogma.

    Und nun wünsche ich dir viel Spaß beim Eintauchen in dein kreatives Chaos! 🎉😁